Kinderkrippe Gänseblümchen und Butterblümchen

In den ersten Lebensjahren ist die Bewegungsentwicklung von zentraler Bedeutung, das direkte Erleben der eigenen Körperlichkeit mit enger Verbindung zur Sinnestätigkeit.

Mit der Bewegungsentwicklung geht die Sprachentwicklung einher. Das Zusammenspiel der Muskeln in Bewegung hat eine Auswirkung auf die Sprachentwicklung.
Sprache ist umgesetzte Bewegung.
Die Bedeutung des Wortes ist zunächst zweitrangig. Das Kind erlebt die Sprache als Ganzes, das über Stimme, Ton, Geste, Körpersprache und Bewegung durch den Menschen vermittelt wird.
Anschließend beginnt die Bewegung vom Wort zum Denken und vom Denken zum Wort. Die drei wesentlichen Entwicklungsschritte im Kleinkindalter sind:

Gehen, Sprechen, Denken

Um dem Kind die Entwicklungsmöglichkeit dafür zu geben, braucht es Raum für die körperliche Bewegung, mit der es die Grundlage für ein bewegliches Denken bilden kann. Das bedeutet Zeit zur Entwicklung, zum Üben des körperlichen Gleichgewichts, das die Grundlage für ein seelisches Gleichgewicht bilden kann und Ruhe für reiche Sinneserfahrung, die eine starke Persönlichkeit formen kann.

Das kleine Kind hat seinen eigenen Rhythmus, der sich nur langsam ändert, da es noch keine Belastungsfähigkeit hat.
Daraus folgt, dass es bei der Kleinkindbetreuung, im Gegensatz zur Kindergartenbetreuung, nicht darum geht, einen Entwicklungs- und Erziehungsraum zu schaffen, sondern eine schützende Atmosphäre, die dem Kind die Wärme und Geborgenheit bietet, wie dies durch die mütterliche Fürsorge geschieht.
Das Kind erlebt die Betreuung außerhalb der Familie als ein tiefer Einschnitt in seinen Lebensbereich und Lebensrhythmus.
Einem großen Augenmerk legen wir deshalb auf die Eingewöhnungszeit.

Der Ablauf der Eingewöhnung sieht wie folgt aus:

Die Eingewöhnungszeit dauert etwa 4 Wochen. Sie kann durch Zwischenfälle, wie z. B. Erkrankungen des Kindes oder der eingewöhnenden Mitarbeiterin verzögert werden. Sie sollten sich daher auf jeden Fall darauf einstellen und genügend Spielraum lassen. Die Eingewöhnungszeit kann grundsätzlich von jeder Bezugsperson des Kindes begleitet werden, es ist jedoch auf jeden Fall sinnvoll, dass es in diesen ersten Wochen die gleiche Person ist.
Eine Hilfe für die Eingewöhnung ist es, wenn Sie versuchen den Tagesrhythmus der Krippe schon vor der Eingewöhnung etwas in Ihren Alltag hinein zunehmen, z. B. nach und nach früher aufstehen, frühstücken etc.

1. Woche
Sie kommen mit Ihrem Kind für etwa eine bis eineinhalb Stunden in die Krippe. Diese Woche dient dazu, dass Sie und Ihr Kind die Möglichkeit haben, langsam mit dem Alltag in der Krippe und den Betreuern vertraut zu werden. In dieser Zeit findet noch keinerlei Trennung statt. Wenn Sie den Raum verlassen müssen, nehmen Sie bitte Ihr Kind mit.

2. Woche
In der zweiten Woche findet die erste Trennung statt. Hier ist es wichtig, dass, wenn Sie das Zimmer verlassen, Sie sich deutlich von Ihrem Kind und dem Betreuer verabschieden. Bitte verlassen Sie nicht nur das Zimmer, sondern auch die Einrichtung, nicht vor der Tür warten. Nutzen Sie die Zeit, um einmal durchzuatmen. Die erste Trennung ist nur ca. 5 Minuten. Diese Zeit wird dann individuell verlängert. Der Abschied kann dem Kind erleichtert werden, wenn es etwas Vertrautes bei sich hat. Nach Beendigung der Trennung verabschiedet sich das Kind an diesem Tag von seinem Betreuer und geht nach Hause. Wenn Sie Ihr Kind wieder abholen, klopfen Sie an die Tür und kommen nicht mehr in den Raum hinein. Das Kind soll erfahren, dass Sie immer wieder kommen.

3. Woche
In der dritten Woche bleibt das Kind schon zwischen 08. 30 Uhr und 10. 30 Uhr bzw. 11. 30 Uhr alleine in der Krippe. Am letzten Tag der Woche isst das Kind zum ersten Mal mit zu Mittag und geht dann um 12. 30 Uhr nach Hause

4. Woche
Jetzt ist das Kind in der Regel eingewöhnt. Es kann aber auch sein, dass Ihr Kind noch nicht soweit ist, die gebuchte Zeit in der Krippe zu bleiben. Daher nehmen Sie sich nach Möglichkeit noch nicht zu viel vor.

Tagesablauf Krippe

7.30 Uhr – 8.30 Uhr Frühdienst - freie Zeit zum Spielen
8.45 Uhr – 9.00 Uhr gemeinsames Frühstück
9.00 Uhr – 10.00 Uhr Zeit der individuellen Lernförderung
10.00 Uhr – 10.20 Uhr Morgenkreis/gestaltete Lernaktivität
10.30 Uhr – 11.30 Uhr Gartenzeit
ca. 11.45 Uhr Mittagessen
ca. 12.30 Uhr Mittagsruhe/Schlafen
ca. 14.45 Uhr Obstbrotzeit
14.30 Uhr bis 16.30 Uhr Abholzeit/Nachmittagsbetreuung/Gartenzeit